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4 Dinge, die für meine Generation kein Thema mehr sein sollten

Heute jährt sich der Mauerfall zum 25. Mal. Für meine Generation – die in den 90er Jahren gebohren wurde – war das schon immer Geschichte. Doch es gibt noch viele weitere Dinge, die für diese Jahrgänge nun wirklich kein Thema mehr sein sollten.

1. Die DDR
Wie schon erwähnt hat meine Generation die DDR nicht mehr erlebt. Natürlich sind die Bundesländer im Osten für uns fremd, aber nicht fremder als Hamburg für einen Bayer. Auch deshalb verwirren uns die vielen Vergleiche von „Ost“ zu „West“ bei vielen Umfragen oder Statistiken. Auch die unterschiedlichen Beiträge für manche staatliche Leistungen sind für uns nach so langer Zeit der Vereinigung mehr als unverständlich.

2. Frauenrechte
Immer wieder werden zur Zeit Frauenquoten in verschiedenen Bereichen der Wirtschaft diskutiert. Das liegt an viel zu kleinen Anteilen von Frauen in eben diesen Bereichen. Es ist natürlich schwierig das an einem einzigen Argument fest zu machen, am ehesten kann man es wohl an reaktionären älteren Chefs festmachen. Trotzdem sehe ich aus verschiedenen Gründen die Quote nicht als Lösung.
Besonders für die Männer meines Alters ist das aber kein Thema. Kein einziger ernst zu nehmender Mann kann heute Unterschiede bei den Rechten für Männer oder Frauen erkennen. Es ist für uns ganz normal eine weibliche Vorgesetzte zu haben. Das ist wohl auch der Grund warum das Problem mit den Anteilen von Frauen in Führungspositionen bald von selbst ausstirbt.

3. Rassismus
Auch heute gibt es noch Alltagsrassismus. Besonders in manchen ländlichen Gegenden ist er noch immer vorhanden. Doch die halbwegs gebildete nach 1990 geborene Generation sollte spätestens jetzt über dieses Thema hinweg sein. Ähnlich wie bei den Frauenrechten darf es heute einfach keinen Unterschied machen welche Hautfarbe oder Religion das Gegenüber hat.
Früher entschied diese über Einstellungen in Berufen und die Art der menschlichen Behandlung. Menschen die anders aussehen wurden komisch angesehen. Von meiner Generation sollte nun wirklich niemand mehr darüber nachdenken.

4. Homosexualität
In Deutschland gibt es immer noch keine Gleichberechtigung für Homosexuelle. Besonders beim fehlenden Recht zur Ehe wird die Intoleranz in der Politik klar. Es wird einfach nicht akzeptiert, dass sich gleichgeschlechtliche Partner genauso lieben können wie heterosexuelle Paare – die Adoption von Kindern wird noch kritischer gesehen.
Doch das Problem geht noch viel weiter, noch immer können sich Sportler nicht outen. Die Angst vor Diskriminierung ist einfach zu groß. Was im Profisport der Frauen schon möglich ist, geht bei den Männern noch nicht.
Und das ist wohl auch der schwierigste Punkt von den Vieren. Auch heute akzeptieren viele Gleichaltrige Schwule noch nicht. Der Anteil an Akzeptanz ist natürlich so groß wie noch nie, doch es darf, wie auch die anderen Punkte, kein Thema mehr sein.

1 kommentar

  1. Hubert Daubmeier Hubert Daubmeier

    Hier mal die Meinung eines Grufties zu dem Thema

    1. Ich denke die Unterschiede Ost zu West werden weder verschwinden noch deutlich zurückgehen. Genauso wenig wie die Unterschiede Nord zu Süd die nächsten 100 Jahre kaum weggehen werden. Der Brain drain (der Weggang der Fleißigen und Fähigen) im Osten war nach der Wende so heftig, dass sich das noch in der nächsten Generation niederschlagen wird.

    2. Die Unterschiede zwischen Mann und Frau sind biologisch angelegt und haben sich in der Evolution über zehntausende von Jahren als erfolgreich herausgestellt. Die gehen nicht in einer Generation weg. Und so werden auch morgen noch Frauen Fächer studieren und Berufe ergreifen die nicht so stark nachgefragt werden und Männer ihre Karrieren konsequenter vorantreiben.

    3. Vorsicht, das Vorurteil Hinterwaldsdörfler wären rassistisch ist nicht mehr als ein Vorurteil. Rassismus und Ausgrenzung findet dort statt wo die Menschen aufeinandertreffen; das ist nicht im Dorf.

    4. Die Ehe geht einher mit massiven finanziellen Vorteilen bei der Steuer. Die Begründung dafür ist dass Kinder erheblich Geld kosten und diese Kinder morgen die Rentenbeiträge der dann Alten zahlen. Auch wenn sich die Zeiten ändern, die Ehe aus der Mode kommt weil Erziehung nicht mehr in der Familie sondern in staatlichen Einrichtung erfolgen soll, bleibt das Problem dass Junge die Alten finanzieren müssen und man vernünftige (halbwegs gerechte) Regelungen finden muss. Die Homosexuellen sind da ein vernachlässigbares Problem – aber deren Probleme machen sich halt gut in den Medien.

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