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Pegida sind keine Nazis aber

Unter dem Namen „Pegida“ gibt es in Deutschland – vor allem in Sachsen – islamfeindliche Proteste. Die Abkürzung steht für “Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlands.“ Dieser Name sollte eigentlich schon reichen, um in der Versenkung zu verschwinden. Trotzdem skandieren Tausende auf die von Pegida organisierten Demos “Wir sind das Volk.”

So kann man diesen Trend nun nicht mehr ignorieren, sondern muss ihn angehen. Wenn der Bundesjustizminister Pegida als eine “Schande für Deutschland” bezeichnet, dann ist das der einzig gerechtfertigte Gesprächston mit dieser rechten Bewegung. Da können die AfD und de Maiziere die Ängste noch so verzweifelt rechtfertigen.

Der „Spiegel“-Faktencheck zeigt recht deutlich auf welch dünnem Eis Pegida ihr Argumentationsgebilde baut. In Dresden haben zuletzt 10´000 Menschen gegen die Islamisierung demonstriert. In ganz Sachsen leben nur 4´000 Muslime. Ähnlich unsachlich ist das Argument mit kriminellen Ausländern. Zuletzt wird dann das Allerheiligste der Deutschen ins Feld geführt – die eigenen Steuergelder. Dummerweise erwirtschaften aber in Deutschland lebende Ausländer ein Steuerplus von 22 Milliarden Euro mehr als ihre beanspruchten Leistungen kosten. So viel also zu den Sozialschmarotzern und Kindergeld für 32 Sprösslinge pro Familie.

Man sieht also die Pegida-Demonstranten folgen einem Trugschluss nach dem Anderen und lassen sich zu Fremdenfeindlichkeit hinreißen. Das ist für abgehängte, ungebildete Deutsche das einfachste Argument um ihr persönliches Versagen zu begründen.

Es ist auch falsch die einzelnen Teilnehmer in Schutz zu nehmen. Das Motto, es seien ganz normale Bürger, darf man nicht gelten lassen. Menschen, die im 21. Jahrhundert noch Volksgruppen mit Vorurteilen stigmatisieren dürfen nicht toleriert werden, sondern verurteilt. Gleichwohl braucht unsere Gesellschaft eine gerechte Asylpolitik mit klar erkenntlichen Vorteilen für alle Beteiligten.

 

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