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Die Zukunft des Journalismus

Kein Blogger vs. Print Artikel

Die entscheidende Frage wird sein: Wie soll Journalismus bezahlt werden? Seit die Medien 2001 in eine Krise kammen und sich wegen der Finanzkrise auch nicht daraus befreien konnten, stellt sich diese Frage! Auch der elektrische Reporter stellte sich vor kurzem diese Frage.

Elektrischer Reporter – Zukunft des Journalismus: Wer soll das bezahlen?

Es dürfte, glaube ich, den meisten Leuten klar sein: Eine gedruckte Zeitung wird es in einer bestimmten Zeit (manche sagen 10 Jahre andere 40 Jahre) nicht mehr in heutigen Ausgaben geben. Es wird wohl weiterhin exklusive Magazine und Wochenzeitungen geben wird, aber die Tageszeitung -und das ist meine Einschätzung – wird in 30 Jahren komplett ausgestorben sein bzw. sich ins Internet verlagert haben!

Zurück zu den Bezahlmöglichkeiten, dort gibt es einige Ansätze die geringeren Werbeeinnahmen im Netz auszugleichen – 3 möchte ich kurz ansprechen:
1. Staatsfinanzierung der Medien: Diesen Vorschlag kann ich sofort abtun, denn wenn der Staat der Geldgeber ist, wird es früher oder später nur noch langweilige, unkritische Reportagen geben!
2. Paid Content: Hier sehen einige Verlage die Zukunft des Verkaufspreis der Zeitung. Im Internet will jedoch keiner für Artikel bezahlen, das Einzige, was für mich denkbar ist – wovon ich aber noch gar nicht gelesen habe – ist eine Kulturflatrate für Nachrichtenkonsum.
3. Direkte Bezahlung des Autors: Klingt sehr gut, aber ich glaube nicht, dass es funktionieren wird. Ein Autor kann sich durch einen guten Blog, oder eigenwillige Aktionen (siehe Bericht elektrischer Reporter: war ohne Verlag als Kriegsberichter im Irak), für einen Job bei einem Medienhaus bewerben. Für längere Zeiten sehe ich dabei allerdings keine großen Erfolgschancen.

Eine weitere Frage ist, wie sich die Texte selbst verändern werden. In dem Post Generation Internet habe ich bereits darüber geschrieben und in einem SZ-Interview wurde ich bestätigt: Auch John Lloyd sieht die Zukunft in langen, gut recherchierten Artikeln.

Es werden definitiv nicht alle Verlage überleben und so ist entscheidend, wer sich am besten mit dem Internet zurecht findet, ich selbst lese eigentlich die meisten Seiten gerne. So gehören SZ (+jetzt.de), Zeit, FAZ, taz, Spiegel und Focus zu meiner täglichen Lektüre – am meisten schätze ich das Online-Angebot der Zeit, des Spiegels und von jetzt.de. Doch egal welche Zeitung den Sprung ins 21. Jhdt. nicht schaffen wird, es ist schade darum!

Ich habe bei der Recherche für diesen Beitrag sehr oft gelesen, dass die Blogger keine eigenen Nachrichten produzieren. Leider wird oft vergessen; Nachrichten produziert auch keine Zeitung und keine Nachrichtenagentur – Nachrichten werden vom Leben produziert. Natürlich schreiben Zeitungen deutlich bessere, investigative Reportagen als Blogger, aber es gibt auch tolle journalistische Werke von Bloggern. Mein Vorschlag an die Zeitungen wäre es, Blogger einstellen – bzw ihren Blog „einkaufen“. Dadurch würden den guten Bloggern journalistische Möglichkeiten eröffnet (z.B. bessere Recherche) und die Zeitung bekäme neue Online(!) Leser durch den Blog.

Ich weiß nicht, wie die Zukunft aussieht, aber ich denke, dass es in diese Richtung gehen wird. Ich bin jederzeit für andere Meinungen offen und hoffe, dass auch ich das einzige was Zeitungen an Blogs toll finden – die „Demokratisierung“ –  einhalte. Also macht Kommentare, denn davon lebt der Journalismus des 21. Jhdt.!

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