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Oslo, das leiste ich mir – 17.06.

Zweieinhalb Tage in Oslo sind vorbei. Das ist auch gut so, denn Geld habe ich keines mehr. Dass Norwegens Hauptstadt die zweitteuerste Stadt der Welt ist, wird besonders bei Lebensmitteln jedem Touristen bewusst – ein Döner kostet mindestens 10€ zum Mitnehmen. Den selben Preis zahlt man auch für 0,4 Liter „Bier“ – da wirkt das Oktoberfest lächerlich günstig.

Nun gut, trotzdem erwartete mich nach einer atemberaubend schönen Zugfahrt eine tolle Stadt. Oslo erstreckt sich von einer inselreichen Küste bis in die Berge hinauf zum Holmenkollen – das ist unvergleichlich schön.


Blick über Oslo vom Holmenkollen aus

Ich lebte in Oslos billigstem Hostel (Mehrbettzimmer im Anker Hostel) zu einem Preis, bei dem man in Deutschland ein zwei-Sterne Hotel bekommt. Dadurch und durch unverschämt hohe Gebühren in Wechselstuben dezimierte sich mein Oslo Budget schon vor dem eigentlichen Beginn mächtig.

Eine Fahrt zum Holmenkollen – dem weltbekannten Wintersportgebiet – leistete ich mir trotz 4€ für eine Einzelfahrt im Innenbereich der Stadt. Das war es dann auch wert, neben der fantastischen, freistehenden Skisprungschanze konnte ich auch die bekannten Biathlonstrecken gratis besichtigen.

Weitere Pflichtpunkte in Oslo sind der Dom, der Königspalast und die Festung. Dazu gibt es zig Museen, von denen mich aber keins dermaßen interessierte, dass ich die 10€ Studententarif bezahlt hätte. Lohnenswerter ist es da auf jeden Fall, den Hafen zu besichtigen.

Ein besonderes Highlight Oslos ist die Oper. Über Rampen kann jedermann auf das Dach gelangen und eine geniale Aussicht auf die Stadt und das inselreiche Meer genießen. Die Menschen sind in Oslo nicht ganz so herzlich wie in Schweden und die ganze Stadt erinnert mit den breiten Straßen und fehlenden Radwegen mehr an die USA als an die skandinavischen Nachbarn.

Toll war auch, dass ich Suu Kyi sehen konnte. Die Nobelpreisträgerin war auf ihrer Europatour, weil sie nach 20 Jahren Hausarrest endlich ihren verdienten Preis entgegen nehmen konnte. Eine beeindruckende Person mit einer gewissen Aura, die ihr halbes Leben für ihr Volk geopfert hat.

Zum Glück lernte ich in dem Hostel eine sympathische internationale Gruppe kennen, mit der ich zusammen kochte und wegging. Bestehend aus einer Deutschen, einem Kanadier, einem irren Iren, einer Australierin und einem Chilenen hatte ich mit der Gruppe eine gute Zeit. Mir wurden gar gute „social skills“ attestiert – wer hätte das gedacht! Auf nach Stockholm.

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