Zum Inhalt springen

Die Zukunft im Internet – eine kritische Bestandsaufnahme

Das Internet hat sich in nur wenigen Jahren zu einem Medium entwickelt, das die ganze Welt revolutioniert hat und nach wie vor entscheidend prägt. Durch das WWW wurden neue Berufe möglich, und das lang angedachte „home office“ ist für manche schon zur Realität geworden, wodurch wertvolle Ressourcen eingespart werden können, da etwa Fahrten zum Arbeitsplatz obsolet geworden sind.

Google, Facebook & Co. prägen das Internet
Dabei sind es einige Websites, die täglich Millionen Besucher in Deutschland anziehen wie zum Beispiel Facebook, Google, GMX, zalando, Yahoo, Amazon, eBay und einige weitere, welche wiederum das Nutzerverhalten im Internet stark beeinflussen und gleichzeitig vom Verhalten der User profitieren – denn letzten Endes ist die virtuelle Welt ein Informationsmedium, über welches auch viel eingekauft wird. Dieser Beitrag dreht sich also auch um die Thematik Internet Marketing, und wie dieses in den nächsten Jahren aussehen könnte:

Besucherverlust nach Google Updates
Das Jahr 2012 war und ist in Sachen Internet und vor allem auch Online Marketing bzw. Suchmaschinenoptimierung (SEO) vermutlich seit mehreren Jahren eines der turbulentesten überhaupt – besonders, wenn man das ganze Brimborium rund um die Google Updates verfolgt hat. Viele SEO-Strategien mussten teilweise komplett über den Haufen geschmissen werden, da es bei manchen Websites krasse Besucher-Einbrüche gab – die Fachwelt streitet sich trefflich über die Ursachen.

Eines scheint sich nun zu manifestieren: die Betreiber der in Deutschland erfolgreichsten Suchmaschine mit einem Marktanteil von ca. 90% meinen es ernst, und signalisieren dem Webmaster, dass allzu grobe bzw. offensichtliche Manipulationsversuche hart „bestraft“ werden.

Ob dadurch die Suchergebnisse nun besser geworden sind, darf bezweifelt werden, doch in Zukunft werden sich die Webseitenbetreiber noch mehr Mühe geben müssen – und das im besten Falle dahingehend, dass Webinhalte (Content) noch besser werden und der Besucher einer Website im Mittelpunkt steht und wirklich einen Mehrwert vorfindet.

Auf der anderen Seite scheint der Hype um Facebook trotz dem Einbruch der Aktie nicht abzubrechen, und manch ein findiger Online Marketer stürzt sich auf dieses neue Medium im Medium und bietet ganz famose Tipps & Tricks an, wie mehr Besucher ganz kostenlos über Facebook eingesammelt und auf neue Webseiten gelockt werden können.

Facebook als das bessere Google?
Interessant dabei ist, dass die Besucher, welche über Facebook auf neue Webangebote gelangen, nach diversen Beobachtungen zum einen kauffreudiger sein sollen und darüber hinaus auch noch mehr ausgeben. Das freut den Online Business Treibenden freilich, und wer weiß, vielleicht wird Facebook ja demnächst das bessere Google – zumindest für diejenigen, die bisher über die große Suchmaschine die meisten Besucher und Neukunden gewonnen haben.

Klar ist: der virale Effekt über Facebook kann in Kürze dafür sorgen, dass sehr viele neue „likes“ oder sogar „shares“ generiert werden, und sicherlich können dadurch auch einige Besucher auf Webseiten gelenkt werden; doch kaufen tun sie dann noch lange nicht – es sei denn, der geklickte Link hält auch, was er verspricht.

Was auf jeden Fall gut ist: das Plus an Interaktion durch Facebook. So gelangt ein Besucher etwa über Google auf eine neue Website und klickt zumindest einmal auf „gefällt mir“ und ist nicht sofort wieder im Nirvana auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Geht schnell und kostet wohl nicht ganz so viel Überwindung wie beim Eintragen seiner heiligen E-Mail-Adresse für das ultimative und kostenlose Newsletter-Abo.

Schnell wird klar, wer die wahren „player“ im deutschen Internet derzeit sind, und diese Unternehmen sind vor allem besorgt um eines: die Sammlung von Informationen über die Internetnutzer, um Werbung schalten (etwa Google, GMX & Facebook) oder Produkte verkaufen (z.B. Amazon, eBay und zalando) zu können und Profit zu machen. Das ist an sich nichts Verwerfliches, doch das scheint nicht immer jedem „Surfer“ klar zu sein.

Wo bleibt die Internet-Aufklärung?
Nach wie vor bleibt etwa eine geeignete Aufklärung in Bezug auf Datenschutz und Verhalten im Internet oder gar eine systematische Heranführung an eine sorgsame Verwendung das Mediums an den Schulen aus. Dies verwundert nicht, da die Entwicklungen im Internet (Stichwort „Web 2.0“) rasend sind, und selbst die Experten kaum mehr mit den neuesten Trends und Hypes gehen können.

Wie soll dann einschlägiges Wissen kanonisiert werden und in guten Schul- und Lehrbüchern verbreitet werden? Hier ist jeder mündige Bürger selbst aufgerufen, sich stetig weiterzubilden. Freilich ist es möglich, die ganzen Entwicklungen am Allerwertesten vorbei ziehen zu lassen; doch dann braucht sich niemand darüber wundern, weshalb er oder sie den Anschluss an die „moderne Welt“ verpasst.

Fast jeder ist im Netz vertreten
In der heutigen Berufswelt, in einer Gesellschaft, die mehrheitlich von postmodernen Dienstleistungen lebt, wäre es für die meisten Menschen fahrlässig, wenn sie sich nicht für das Internet interessierten. Denn fast jeder Mensch ist auch im Netz vertreten – ob gewollt oder nicht.

Informationsaggregatoren sammeln alles Mögliche ein, was an Daten über eine Person zusammengerafft werden kann. So wird es schon bei manch einem ein „Aha-Erlebnis“ gegeben haben, wenn beim Googeln des eigenen Namens urplötzlich Suchergebnisse auftauchen, die schmerzlich treffend vom eigenen Leben zeugen.

Ein gewisses Grundverständnis zu Funktionsweisen von Suchmaschinen wäre hier angebracht, das Wissen um die sogenannten Cookies (nicht die vom Discounter nebenan!), Web-Tracking, Datenschutz und dergleichen sollte unbedingt zu einer modernen Bildung dazugehören, und wer sich nun ertappt fühlt, sollte jetzt damit anfangen, sich schlau zu machen. Denn Wissen ist nach wie vor Macht, und das gilt auch besonders für das Internet.

Die nächsten virtuellen Jahre
Meine Prognose für die nächsten Internet-Jahre? Es wird noch viel mehr über das Netz eingekauft (wofür man jetzt wahrlich kein Prophet sein muss), und die Interaktion wird auch künftig steigen – Facebook ist nur ein großes Beispiel dafür, und nicht umsonst versucht Google durch „Google Plus“ noch auf diesen Zug mehr oder weniger erfolgreich aufzuspringen.

Blogger werden noch wichtiger sowohl für die Verbreitung von Wissen und (manchmal sogar kritischen) Meinungen, aber auch als interessante Werbeträger und Internet Marketer „im Kleinen“. Das Internet wird noch allgegenwärtiger, da immer mehr Smartphones im Umlauf sind – weshalb auch das Thema „mobile“ immer interessanter wird.
Verknüpfung von digitaler und realer Welt

Das Leben in realitas wird auch immer mehr beeinflusst von dem virtuellen Treiben, und schon jetzt sind interessante Wechselspiele zwischen digitaler und analoger Welt überall wahrzunehmen. Es bleibt schließlich zu hoffen, dass auch die Internetnutzer mit der Zeit gehen und sich dementsprechend weiterbilden, um nicht zum Spielball großer Online-Unternehmen zu werden!

 

Der Autor dieses Gastbeitrags schreibt u.a. auf www.gentle-rocker.de zu den Bereichen Internet, Marketing, WordPress Blogs oder auch Persönliches und verfasst derzeit hier sein erstes fragmentarisches eBook rund um das Thema Online Marketing für Anfänger.

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen