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Am 26. Mai ist Europawahl

Am 26. Mai könnt ihr die Zukunft von Europa mit bestimmen. Die EU ist für ein Drittel aller Gesetze in Deutschland verantwortlich. Jetzt könnt ihr eure Stimme abgeben, in welche Richtung es gehen soll – nutzt sie und geht wählen!

Europa ist für meine Generation selbstverständlich. Die Deutsche Mark kennen wir nur aus unserer frühen Kindheit und an eine echte Grenzkontrolle nach Österreich erinnern höchstens noch ein paar alte Grenzstationen. Einen Krieg in Zentraleuropa kann sich noch nicht einmal unsere Elterngeneration vorstellen, schließlich leben wir in der längsten Friedensperiode, die Europa in den letzten 2000 Jahren gesehen hat.

Die EU hat ein Marketing Problem

Wer sich jedoch mit Freunden oder Kollegen über die EU unterhält, hört selten etwas Gutes. Bürokratiemonster, Überregulierung und undemokratische Entscheidungen sind Vorwürfe, die sich die Europäische Union zurecht gefallen lassen muss. Ein kostenfreies Interrail-Ticket für 18 Jährige wird das nicht ändern können.

Dem Europaparlament und der Kommission fehlen die populären positiven Geschichten, welche endlich das Bild weg von einer längst aufgehobenen Gurkenverordnung und hin zu den guten Seiten von Europa dreht. Das überlässt sie schon viel zu lange ausschließlich engagierten Bürgern. Es wird Zeit, dass die EU Werbung für sich selbst macht.

Die EU ist schließlich so wichtig. Ist sie doch für knapp ein Drittel aller neuen Gesetze verantwortlich und in vielen zukunftsweisenden Bereichen wie dem Umweltressort noch für deutlich mehr. Somit kann Brüssel unser tägliches Leben maßgeblich beeinflussen. Am 26. Mai können aber zunächst wir über die Zukunft von Brüssel bestimmen.

Aber wen soll ich wählen?

Während wir für jede Bürgermeisterwahl in einen 3000EinwohnerKaff Grundsatzdiskussionen der Kandidaten hören, ist es erstaunlich ruhig im Europawahlkampf. Die Rechtspopulisten werben gegen Europa – die etablierten Parteien für Europa. Die weiteren Unterschiede scheinen marginal und doch bestimmen sie die Zukunft.

Haben euch die Fridays for Future Demonstrationen aufgeschreckt und ihr wollte besseren Umweltschutz? Sind euch vor allem Arbeitnehmerrechte wichtig? Legt ihr besonderen Wert auf eine ausgeprägte Sicherheitspolitik? Oder ist euch eine freie Wirtschaft mit möglichst wenig Bürokratie wichtig? Die meisten wissen bereits, auf welche vier Parteien meine Fragen anspielen. Wer sich trotzdem mit einer Entscheidung schwer tut, dem empfehle ich den Wahl-O-Mat.

Wichtig ist vor allem, dass ihr überhaupt wählen geht. Die Wahlbeteiligung bei der Europawahl wird wohl wieder traditionell gering sein und umso wichtiger und mächtiger(?) ist eure Stimme. Ihr könnt die Zukunft von Europa mitgestalten – am 26. Mai, mit nur einen Kreuz.

Foto von Randy Colas.

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